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+++Das “Bündnis gegen das Schweigen” ruft auf zum bundesweiten Aktionstag am 4. November 2012 unter dem Motto „Das Problem heißt Rassismus!“ +++ In mehr als 25 Städten werden bereits Kundgebungen, Demonstrationen und Veranstaltungen organisiert +++

Für Sonntag, den 4. November 2012, ruft das Bündnis gegen das Schweigen zu einem auf bundesweiten Aktionstag auf. Die Selbstenttarnung des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ jährt sich an diesem Tag zum ersten Mal.

Presseanfragen bitte an: Bündnissprecher Michael Gräfe 0179/5845589

Unter dem Motto “Das Problem heißt Rassismus” werden am 4. November in zahlreichen Städten Kundgebungen und Demonstrationen stattfinden. „Wir wollen mit vielen Menschen in ganz Deutschland um die zehn Mordopfer und die vielen Verletzten des NSU-Terrors trauern. Die rassistische Mord- und Anschlagsserie ist eine Zäsur in der Geschichte der Bundesrepublik“, sagt Bündnissprecher Michael Gräfe.

Zivilgesellschaftliche Initiativen, Antifa-Gruppen, Gewerkschaften, Parteien, Kirchen sowie Migrantenselbstorganisationen sind zugleich aufgerufen, am 4. November vor den Landesämtern für Verfassungsschutz oder den Innenministerien dagegen zu demonstrieren, dass die Behörden die Bemühungen zur Aufklärung der Verbrechen des rechten Terrornetzwerkes nicht unterstützen: „Wir fordern, dass die Politik strukturelle und weitreichende Konsequenzen aus dem Versagen der Sicherheitsbehörden zieht”, betont Gräfe. “Das Vertrauen in den Staat ist bei vielen Migranten erschüttert.”

Aktionen sind bislang in mehr als 25 Städten angekündigt, darunter Berlin, Hamburg, Jena und Köln. Weitere Veranstaltungen sind in Planung.

Zum Hintergrund:
Dutzende Initiativen und Einzelpersonen gründeten Anfang dieses Jahres das “Bündnis gegen das Schweigen”, um aus zivilgesellschaftlicher Perspektive einen kritischen Blick auf die rassistische Ermittlungspraxis zu richten und dabei auch die Perspektive der Hinterbliebenen einzubeziehen. Im Juni lud das Bündnis zu einem großen Hearing nach Berlin ein.

Den Wortlaut der beim Hearing verabschiedeten Resolution und eine Übersicht der Aktionen am 4. November 2012 finden Sie hier.